Geflügelzuchtverein Munster

- Mein Geflügelzuchtverein -

Die Kleintierzuchtanlage der Stadt Munster.

1988 haben wir im Rahmen der ersten Ausstellung " Natur und Städtebau" die Kleintierzuchtanlage der Stadt aufgebaut und eingerichtet. Damals hatten wir noch kein Vereinsheim. Dies kam erst später dazu. Gleiches gilt für den Werkstatt Schuppen und das Haus " Siggi ", in dem wir unsere Gerätschaften verwahren.

Erst in den vergangenen drei Jahren haben wir einen Brutraum einen Quarantäne Raum und das Futtermittel Haus gebaut und eingerichtet.

Zwischenzeitlich wurde noch die kleine Voliere 15a geschaffen.

Nun bekommen Sie einen Einblick über den Besatz der Volieren und Stallungen. An den Volieren sind Tafeln mit Abbildungen des Besatzes sowie Beschreibungen zu Wissenswerten und Fütterung angebracht .

Hier eine Übersicht des jeweiligen Besatzes. Der kann sich im Laufe der Zeit auch schon mal ändern. Die Abbildung einer Powerpoint Präsentation ist leider nicht möglich. 

 Voliere Nr. 1:

Besatz: Australorps von Rüdiger Schikore

In Australien wurden um 1920 einheimische Hühnerrassen mit englischen Orpington verpaart. Die Nachkommen bezeichnete man als „ Australorps “.

Sie machten durch hervorragende Legeleistung auf sich aufmerksam. Amerikanische Züchter importierten um 1925 diese Rasse und entwickelten sie weiter. 1929 wurden sie in den „Standard of Perfection“ aufgenommen.

Obwohl man in alten Geflügelzeitungen schon um 1930 etwas über unsere Rasse lesen konnte, bekam man sie bei uns auf den Großschauen erstmals 1950 zu Gesicht. Sehr zutraulich.

Gewicht: 900 g - 1 kg

Legeleistung: ca 160 Eier pro Jahr

Bruteier: 35 g


Voliere Nr. 2:

Volierenbesatz: Bunter Hühnerhof mit Hamburger Silberlack & Meerschweinchen von Ria & Uwe Hillmann






Die Hamburger Hühner sind eines der ältesten Beispiele „künstlicher Rassen“. Neben der eleganten Landhuhnform ist ihre einzige (namensgebende) Gemeinsamkeit die Einfuhr nach England über den Hamburger Hafen. Molekulargenetische Untersuchungen zeigen, dass sprenkel- und lackfarbige Varianten der Hamburger Hühner genetisch verschiedenen Rassen zugewiesen werden müssten.

Die Herkunft des Hamburger Lackhuhnes ist weitgehend unklar, war aber bereits Mitte des 18. Jahrhunderts in England als Mond- oder Samthosenhuhn bekannt. Das Hamburger Sprenkelhuhn wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den Britischen Inseln eingeführt und ist eng mit anderen Sprenkelrassen, besonders dem geflockten niederländischen Assendelfter und dem Friesenhuhn, verwandt. [1]

Gezüchtet wurde das Hamburger Huhn vor allem in England und in den Niederlanden. Den größten Anteil an der Reinzucht des Hamburger Huhns, insbesondere der lackfarbigen, tragen Züchter aus England. Deren Vorfahren, die „Mooneys“, die Mondhühner, und die Fasanenhühner[2] sind anhand der Tupfen zu erkennen, die auch bei den schwarzen Hamburgern im grünen Schimmer als schwarze Tupfen sichtbar sind. Bei den schwarzen ist auch heute noch zu erkennen, dass bei ihrer Entstehung Spanierhühner mitgewirkt haben. Dies erkennt man an den größeren weißen Ohrscheiben, am höheren Gewicht der Eier und am höheren Eigengewicht der Hühner. Bei den gesprenkelten Vertretern dieser Rasse spielen aber durchaus Tiere aus Deutschland eine Rolle, so die Ostfriesischen Möwen und die Totleger aus Nordwestfalen und aus Südoldenburg.

 



Nun zu den Meerschweinchen:

 Meerschweinchen sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet, wo sie unterschiedlichste Habitate besiedeln, von flachen Grasländern bis in Gebirgsregionen von über 4000 Metern Höhe. Im dichten Regenwald fehlen sie allerdings.

Diese Tiere erreichen je nach Art eine Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 130 Zentimetern. Das Körpergewicht beträgt bei Zwergmeerschweinchen etwa 300 Gramm und beim Capybara bis zu 80 Kilogramm.

Während die Eigentlichen Meerschweinchen und die Capybaras kompakt gebaute Tiere mit eher kurzen Gliedmaßen sind, ähneln die Pampashasen mit ihren langen Beinen und großen Ohren eher den Hasen. Die enge Verwandtschaft beider Gruppen ist vor allem an Details im Schädelbau und der Zähne erkennbar.

Das Sehvermögen der Meerschweinchen ist dichromatisch[1], das bedeutet, sie können wie viele Säugetiere nur Blau von Grün unterscheiden, nicht aber Rot.

Meerschweinchen sind in der Regel tagaktiv und halten, trotz widriger klimatischer Verhältnisse in den höheren Regionen ihres Verbreitungsgebietes, keinen Winterschlaf. Selbstgegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue dienen ihnen als Unterschlupf. Es sind in der Regel soziale Tiere, die in Paaren (zum Beispiel das Münstersche Meerschweinchen) oder Gruppen mit einem Männchen, einigen Weibchen und den Jungtieren zusammenleben. Einige Arten haben komplexe Sozialstrukturen entwickelt.

Meerschweinchen sind Pflanzenfresser, die je nach Art und Lebensraum unterschiedlichste Pflanzenteile zu sich nehmen, zum Beispiel Früchte, Gräser oder Samen. Da sie zu den wenigen Wirbeltieren gehören, die das wichtige Vitamin C (Ascorbinsäure) nicht selbst produzieren können, müssen sie es mit der Nahrung aufnehmen. 

Die Tragzeit beträgt je nach Gattung 50 bis 150 Tage. Am längsten ist sie bei Capybaras und Pampashasen, bei den kleineren Arten ist sie mit 50 bis 70 Tagen im Vergleich zu verwandten Familien relativ kurz. Die Jungtiere werden gut entwickelt mit Fell, Zähnen und offenen Augen geboren und gehören zu den Nestflüchtern.


Volieren Nr. 3 und 4:

Besatz: Zuchtstamm Reisebrieftauben von Heinrich Walrat


 Zur Absolvierung von bis zu 14 Preisflügen mit zum Teil bis zu 1400 km Entfernung benötigen die Tauben enorme Energiereserven. Diese gewinnen sie aus ihren Fettreserven.  

Die Alttauben legen pro Flug Entfernungen von 150 bis 1000 km ..zurück, Jungtauben oft bis zu 200 ..km. Dabei erreichen sie durchschnittlich..Fluggeschwindigkeiten von bis 100 km/h. 
Verirrte Brieftauben können mit ihren Fußringnummer übers Internet gemeldet werden...In der Regel tragen sie zusätzlich einen Fußring links mit der Telefonnummer des Eigentümers. 

 




Volieren Nr. 5:

Besatz: Bunter Hühnerhof von Sieglinde Budowski und Nicole Zellermann

Einfaches Landhuhn trifft Mädels aus der Stadt mit großem Kopfschmuck. In dieser Wohngemeinschaft sind die Aufgaben der jeweiligen Mitbewohner an ihre persön--lichen Belange jedes Einzelnen alters-gemäß angepasst.

Allerdings wird nicht über Religion, Politik & Karneval geredet. Die komische menschliche Außenwelt wird ignoriert. Außer wenn es Futter gibt oder jemand macht hier sauber. Einige Hühner entstammen regionalem, andere aus originellem Zuchtstamm.

Volieren Nr. 6 und 7:     Eisker doppelkuppige Positurtümmler  braun und weiß

Züchter und Europameister:  Patrick Busch

Die Rasse wurde Ende des 19. Jahr-..hunderts aus Positurtümmlern und Flugtümmlern, u.a. Usbeken, in Eisk ..am asowschen Meer, erzüchtet. Es sind zahlreiche Farben anerkannt.

Die Fußringgröße beträgt 9 (mm).
Eisker sind reine Ausstellungstaubenrasse.
Sie sind eher spätreif, erreichen oft erst im 2. bis 3. Jahr die fertige.Form und Federbeschaffenheit, sind ..aber schon nach etwa 6 bis 8 Monaten geschlechtsreif. 
Paare ziehen ohne Ammen i.d.R. in.5-6 Bruten 5-10 Jungtiere pro Jahr ..nach.












 Voliere Nr. 8: 

Volierenbesatz: Holländische Zwerg Wyandotten von Jürgen Bruns

 

Diese Hühnerrasse stammt aus den USA. Seit 1883 auch in Deutschland. Der Name kommt vom Indianerstamm der Huronen, die sich selbst als Wyandotten bezeichnen. Es gibt über 30 Farbschläge .

Die Rasse war früher stark verbreitet. Heute werden überwiegend Zwerg Wyandotten mit vielen Farbschlägen von Rassegeflügelzüchter gezüchtet.

Sie legen bis 180 Eier mit 55 g Gewicht. Die Färbung gibt’s von weißgelb bis braun.

Voliere Nr. 9: 

Volierenbesatz: Schwarze Wyandotten von Jürgen Bruns

 

Sie stammen von den 1883 von Nordamerika nach Europa eingeführten hellen Wyandotten ab. Nach und nach wurde verschiedene Farbschläge und Größen herausgezüchtet.

Gewicht: Hahn 1300 g; Henne 1100 g

Ringgrößen: 13 und 15

Eier: hellbraun bis cremig; 40 g

Legeleistung: 160 Eier pro Jahr

Verbreitung: am häufigsten von allen Zwerghuhn Rassen


Voliere Nr. 10:

Volierenbesatz:  Zwerg Chabos von Jürgen Bruns


 Das Chabo Huhn kann man, je nach Federstruktur, als putzige oder groteske Erscheinung einstufen. Gezüchtet wurde es schon im 7. Jahrhundert und findet seinen Ursprung vermutlich irgendwo im indochinesischen Raum. Bekannt ist dieses sehr kleine, japanische Huhn zwar schon seit Jahrhunderten, in Europa wurde es allerdings erstmals im Jahr 1850 eingeführt. Zunächst gelangten die Chabo Zwerghühner dabei nach England, im Jahr 1860 kamen sie dann durch einen Import des Züchters Albert dann auch nach Deutschland.

Im Jahr 1877 wurden weitere Tiere importiert und 1921 gelang ein größerer Import von Zuchtstämmen aus Japan nach Deutschland. In den sechziger und siebziger Jahren konnten dann nochmals Bruteier aus Japan importiert werden, die die deutsche Zucht auffrischten. Seit 1968 gibt es einen speziellen Chabo-Züchter-Club in Deutschland, der die einstigen zwei Chabo Club, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg gegründet wurden, ablöst.

Voliere Nr. 11:

Volierenbesatz:  Nymphensittiche von Andrea Thieme

Sie gehören zur Ordnung der Papageien;allerdings zur Familie der Kakadus.

Es sind kleine schlanke Papageien, die fast den gesamten australischen Kontingent besiedeln. Bei Handaufzucht absolut zahm & zutraulich. Nicht sehr anspruchsvoll; gelehrig bei gezielter Beschäftigung & sprachbegabt.

1840 kamen die ersten nach Europa. Nachzucht problemlos möglich.

Nynphensittiche sind extrem winterhart. In der Natur streifen sie als Nomaden ganzjährig durch die Lande. Hahn & Henne bebrüten und versorgen den Nachwuchs sehr intensiv.


Voliere Nr. 11:

Volierenbesatz:  Bourkesittiche & Diamanttäubchen von Andrea Thieme

In der freien Natur kommen sie überwiegend im Landesinneren

Australiens vor. Sie gehören zu den Vogelarten der Papageien.

Größe: 19-23 cm. Gewicht: 30-50 g

Männliche Tiere sind an der Oberseite rotbraun und an der Brust sowie am Bauch rosa bis bräunlich gefärbt. Die Stirn, die Schultern, die Flügel und die Schwanzfedern weisen eine blaue bis graue Färbung auf. Kopf und Schnabel sind bei den Weibchen meist kleiner als bei Männchen.


Jetzt zu den wunderschönen kleinen Diamanttäubchen:

Das Diamanttäubchen ist eine kleine zierliche Taubenart. Sie gehört zur Fauna Australiens; dort kommt sie fast auf dem gesamten Kontingent vor.

Mit einer Gesamtlänge von 19 - 20 cm erreicht sie die Größe einer Lerche. Die Weibchen zeigen mehr bräunliche Färbung als die Hähne.

Wegen der feinen weißen Flecken auf den Flügeln bekamen sie ihren Namen. Gewicht: ca. 45 Gramm.

Die Mänchen rufen zweimal kurz gru-gru & die Weibchen antworten mit einem rauhen gruuuh. Sie wurden 1870 erstmal im Londoner Zoo nachgezüchtet. Brutzeit: 13 Tage; Nestzeit: 11 -12 Tage


Voliere Nr. 12:

Volierenbesatz:  Wellensittiche von Ralf Thieme

Sie stammen aus Australien
Größe: Erwachsene 18 - 20 cm
Weibchen schwerer mit 24 - 40 g.
Gehen zur Nahrungssuche auf Wanderungen, um frische Samen, Blüten & Gräser zu finden.

Können bei sorgfältiger Haltung handzarm werden. Gelehrige Vögel, die gerne Nachsprechen. Die meisten männlichen Vögel heißen Hansi, Hugo oder Berti. Bei den Weibchen hört man häufig - Else -














Voliere Nr. 13:

Volierenbesatz:  Mandarinenten von Kristin Thieme

 In Europa wurde die Mandarinente .wegen ihrer auffallenden Färbung bereits 1745 eingeführt. Die Erstzucht gelang 1834. Die Mandarinente legt in ihrer Baumhöhle 6 bis 10 weiße Eier, die 5 cm groß sind, und brütet diese in etwa 28 bis 31.Tagen aus. Es brütet allein das Weibchen. Junge Mandarinenten sind mit etwa 40 bis 45 Tagen flugfähig. Fortpflanzungsfähig sind sie bereits in ihrem zweiten Lebensjahr. Sie sind sehr kälteun-empfindlich.



Voliere Nr. 14:

Volierenbesatz:  Silberfasan von Ria & Uwe Hillmann

Beheimatet ist der Silberfasan in Südostasien, besonders in den Regionen Südchinas, in Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam. Charly und Charlotte als Vertreter der Unterart des Silberfasans Berlioz haben Ihre ursprüngliche Heimat in den Gebirgen bei Quangtri in Mittelvietnam Der Hahn kann eine Gesamtkörperlänge von 110 -- 140 cm, davon 70 cm Schwanzlänge erreichen. Seine Henne dagegen ist um einiges kleiner. Sie erreicht eine Gesamtlänge von ca. 60 -- 75 cm, davon 35 cm Schwanzlänge. Sein Federkleid enthält die Farben Schwarz und Weiß. In Verbindung mit dem nackten, leuchtendroten Gesicht und den karminroten Läufen ist der Silberfasan dennoch eine prachtvolle Erscheinung. Die Henne ist eher graubraun bis olivbraun. Sie trägt ein gut getarntes Gefieder.


Voliere Nr. 14:

Volierenbesatz:  Diamattäubchen & Zebrafinken von Ria & Uwe Hillmann

Beschreibung der Zebrafinken:    ( Täubchen siehe Voliere Nr. 11 )

Das Verbreitungsgebiet des Zebrafinks umfasst Australien und die Kleinen Sunda-Inseln. In Australien ist er lediglich nicht in den Küstenregionen im Norden, Osten und Süden zu finden. Auf Tasmanien kommt er dagegen als Wildvogel nicht vor. 

Der wild lebende Zebrafink wird bis zu elf Zentimeter lang und rund 10 Gramm schwer. Das Männchen hat ein schmales schwarzes Brustband, einen rotbraunen Wangenfleck, rotbraune Flanken mit runden oder ovalen weißen Punkten und einen besonders intensiv roten Schnabel. Die Kehle zeigt die typische Zebrazeichnung bis unter den Schnabel. Das Weibchen ist im Bauchbereich beige bis weiß und auf dem Rücken dunkel- bis schiefergrau. Die Wangenzeichnung und Zebrazeichnung an der Kehle fehlen. Die Schwanzfedern sind schwarz und werden durch die schwarz-weiß gebänderten Oberschwanzdecken größtenteils überdeckt.

Jungtiere zeigen keine typischen Zeichnungsmerkmale, da sie erst nach der ersten Mauser ausfärben; ihr Schnabel ist schwarz.


Voliere Nr. 15 A:

Volierenbesatz:  Kükenvoliere des Vereins

Hier wohnt der Nachwuchs eigener Zuchten.

Wenn die Küken den vereinseigenen Brutraum verlassen dürfen, ziehen sie um in die KükenvoliereHier werden sie weiterhin von den Zuchtwarten betreut & in jeder Hinsicht versorgt. Bei niedrigen Temperaturen kommen sie unter eine Wärmelampe. Dies fördert stets das Wachstum der Kleinen.


Voliere Nr. 15 :

Volierenbesatz:  Bunter Hühnerhof von Nicole & Sieglinde


Einfaches Landhuhn trifft Mädels aus der Stadt mit großem Kopf-schmuck. In dieser Wohngemeinschaft sind die Aufgaben der jeweiligen Mitbewohner an ihre persönlichen Belange jedes Einzelnen altersgemäß angepasst.

Allerdings wird nicht über Religion, Politik & Karneval geredet. Die komische menschliche Außenwelt wird ignoriert. Außer wenn es Futter gibt oder jemand macht hier sauber. Einige Hühner entstammen regionalem, andere aus originellem Zuchtstamm.


Voliere Nr. 16 :

Volierenbesatz:  Landhühner & Legehennen von Nelly Nosko

Eier kommen nicht nur in ihrer Schale in den Handel. Ein Blick auf die Zutatenliste beim Einkauf verrät, in welcher Vielzahl von Produkten Eier verarbeitet werden: in Eiscremes, Gebäck, Fertiggerichten, Mayonnaise und sogar Kosmetikartikeln. Der industrielle Bedarf an Eiern ist groß. Legehennen wurden in den vergangenen Jahrzehnten darauf gezüchtet, möglichst viele Eier pro Jahr und Henne zu legen. Industrielle Legerassen können über 300 Eier legen. Zum Vergleich: Die Stammform der Haushühner legt maximal 20 Eier im Jahr.

Als Folge der Hochleistungszucht setzen Legehühner weniger Fleisch an. Deshalb sind die männlichen Küken der Legerassen für die industrielle Fleischerzeugung unwirtschaftlich. Sie werden kurz nach dem Schlupf vergast oder maschinell geschreddert ("Kükentötung").

Die Legehennen selbst werden nach einem Jahr intensiver Eiproduktion ausrangiert und geschlachtet. Sie kommen als Suppenhühner, in Geflügelwurstprodukten oder als Tierfutter in den Handel.

Hühner sind soziale Vögel. In einer Hühnerherde von 50 bis 100 Tieren kennen die Vögel einander genau. In der gewerblichen Boden- und Freilandhaltung werden Hühner in Herden mit mehreren tausend Tieren gehalten. In derartig großen Gruppen kann sich keine stabile Rangordnung ("Hackordnung") mehr ausbilden. Dadurch halten Rangkämpfe und sozialer Stress pausenlos an - bis zum Lebensende.

Die intensive Haltung zu vieler Hennen auf zu engem Raum begünstigt Verhaltenstörungen. Die Vögel beginnen, mit dem Schnabel am Gefieder anderer Hühner zu zupfen ("Federpicken"). Kommt es dabei zu Verletzungen, fressen sich die Tiere gegenseitig an ("Kannibalismus"). Um solchen Verlusten vorzubeugen, wird den Hühnern im Kükenalter die hoch sensible Schnabelspitze mit einem heißen Draht oder einem Laserstrahl abgetrennt ("kupiert"). Derartig verstümmelte Vögel leiden oft für den Rest ihres Lebens unter Schmerzen.


Voliere Nr. 17 :

Volierenbesatz:  Thüringer Barthühner von Dieter & Helga Lühring

Es stammt aus den westlichen Gebieten des Thüringer Waldes.

Stark verbreitet seit den 1850 er Jahren. Der Backenbart entstand als Schutz gegen den Wind & die Kälte. Genaue Abstammung ist jedoch nicht bekannt. Eine sehr lebhafte, oft scharrende Rasse. Aufzucht der Küken ist kein Problem. Anspruchslos. Ältere Hennen bekommen oft eine große Halskrause.

Legeleistung: 150 reinweisse Eier

Eigewicht: ca. 53 g

Gewicht der Henne: 1,2 - 1,5 kg

Gewicht des Hahns: 2 - 2,5 kg


Voliere Nr. 17 :

Volierenbesatz:  Zwerg Cochins von Dieter & Helga Lühring

Die Haushuhnrasse Zwerg-Cochin 

(alte Bezeichnung Peking-Bantam) ist eine alte chinesische Zwerghuhnrasse. Sie zählt zu den "Urzwergen" und existiert in 24 verschiedenen Farbenschlägen. Von diesen gibt es fünf Farbenschläge auch mit gelockten Federn.

Diese federreichen, tiefgestellten und allseits gut gerundeten Hühner mit Fußbefiederung werden in Züchterkreisen auch "rollender Federball" genannt. 

Die Tiere sind einfachkämmig.

Zwerg-Cochin sind robuste Tiere, jedoch benötigen sie auf Grund der tiefen Stellung und der Fußbefiederung einen sauberen und trockenen Stall und Auslauf. Das dichte Gefieder erfordert zudem eine gründlichere Parasitenprophylaxe.

Die Tiere werden ausschließlich wegen ihres anziehenden Äußeren gehalten und werden sehr zutraulich. Die Zucht ist gut möglich, da die Hennen zuverlässige Glucken sind.


Voliere Nr. 18:

Volierenbesatz:  Haubenhühner von John & Heide Ferguson

Haubenhühner sind eine Sonderform der domestizierten Hühner, die sich durch ein hauben- oder kugelförmiges Wachstum des Kalottengefieders kennzeichnen. Haubenhühnern sind nur schwer abzugrenzen von Hühnern mit nur leicht abstehendem Kopfgefieder, den Schopfhühnern.

Ausgrabungen in England belegen die Präsenz von Haubenhühnern bereits zur Zeit des römischen Reiches.[1] Die ersten Haubenhühner wurden dargestellt auf holländischen Gemälden im 17. Jahrhundert. Seitdem gehören Haubenhühner zu den bekanntesten Zierhühnern in West-Europa. Nach dem Aufkommen der Rassegeflügelzucht im 19. Jahrhundert wurden mehrere Haubenhühnerrassen bekannt. Ursprüngliche Haubenhühner werden gefunden in den NiederlandenNord-West-FrankreichItalienPolenDeutschlandRussland und im westlichen Balkan. Völlig unabhängig von diesen Rassen kommen Haubenhühner auch in unselektierten Beständen in Afrika vor.

Die kugelförmige Haube der wahren Haubenhühner, wie z. B. das Holländer Haubenhuhn, wird verursacht durch eine Vorwölbung des Schädels, den "Haubenknauf" oder "Protuberanz". Neurobiologische Forschungen ergaben, dass diese Malformation zu einer Veränderung der Hirnanatomie führt, die jedoch ohne funktionelle Relevanz ist.


Voliere Nr. 18:

Volierenbesatz:  Deutsche Zwerge goldhalsig von John & Heide Ferguson

Das Deutsche Zwerghuhn wurde von Wilhelm Müller in den Jahren 1911 bis 1917 aus Paarungen zwischen Bantam und 

Zwerg-Phönix erzüchtet, später durch Landzwerghühner und Altenglische Zwerg-Kämpfer ergänzt und erstmals 1917 ausgestellt.

Das aus Deutschland stammende Deutsche Zwerghuhn ist ein bewegliches, gewandtes und lebhaftes Urzwerghuhn.

Das Deutsche Zwerghuhn hat einen walzenförmigen Rumpf, der waagerecht getragen wird. Der Schwanz des Hahnes ist reichlich mit Haupt- und Nebensicheln bestückt, die nicht den Boden berühren. Die Flügel schließen mit dem Körperende ab. Die Brust ist leicht gewölbt und der Stand ist kaum mittelhoch. Der Kamm sollte eine edle gleichmäßige Zackung und eine freistehende Kammfahne haben. Die Augenfarbe ist leuchtend dunkelrot, die Ohrscheiben weiß und der Kehllappen möglichst klein.

Beim Deutschen Zwerghuhn gibt es zahlreiche Farbenschläge: Wildfarbig, Goldhalsig, Orangehalsig, Silberhalsig, Blau-Goldhalsig, Blau-Orangehalsig, Blau-Silberhalsig, Rotgesattelt, Weiß, Schwarz, Perlgrau, Isabell-perlgraucolumbia , Gelb, Gold-Porzellanfarbig, Schwarz-Weißgescheckt, Weiß-schwarzcolumbia, Gelb-schwarzcolumbia und Birkenfarbig.

Die Hähne erreichen ein Gewicht von 750 bis 800 g, während die Hennen auf ca. 600 g kommen. Die Schalenfarbe der Eier ist weiß. Die Legeleistung der Hennen beträgt 80 bis 100 Eier pro Jahr. Bruteier müssen ein Mindestgewicht von 30 g haben. 


Voliere Nr. 18:

Volierenbesatz:  Glanzsittiche von John & Heide Ferguson

Herkunft: Australien; 1939 gefangen

Größe: bis zu 20 cm

Gewicht: 35 - 45 g; Brut: 2 - 3 Gelege

Beim Männchen in Wildfärbung sind die Oberseite, der Scheitel und die Schwanzfedern grün, der Vorderkopf und die oberen Flügeldecken leuchtend blau, Kehle und Oberbrust scharlachrot sowie Bauch und Schwanzunterseite leuchtend gelb. Der Schnabel ist schwärzlich, die Wachshaut braunschwärzlich, der Augenring grau, die Iris braun und die Beine dunkelgrau.

Das Weibchen ist ähnlich dem Männchen gefärbt. Jedoch wirkt die Färbung insgesamt etwas blasser. Zudem verfügen sie über eine gelbe Brust und weißlichen Unterflügelstreif.







Voliere Nr. 19:

Volierenbesatz:  Deutsches Zwerglachshuhn von Bettina Cornberg

1929 in Deutschland erstmals erzüchtet.Das Zwerg-Lachshuhn oder Zwerg-Faverolles hat dichtes, weiches Gefieder. Die possierlichen Tiere mit den Hamsterbäckchen sind von Natur aus menschenbezogen und kuscheln gern. Mit ihrem überschaubaren Temperament eignen sie sich gut als Familienhuhn und Gartenbewohner. Ihre Zwerg-Lachshühner sind einfach zu halten, mit ihrer außergewöhnlichen Farbe und dem etwas anderen Erscheinungsbild, sind sie ein Hingucker. Nebenbei werden die Hühnchen Sie mit reichlich Eiern und Fleisch versorgen.

Deutsches Zwerg-Lachshuhn – nützliche Zwergrasse

Die Geflügelrasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn ist keine reine Zierrasse, denn mit ca. 135 gelblichen Eiern, die immerhin in Gewicht von 40 g haben können, ist ein gewisser Ertrag zu erwarten. Die Hähne der Rasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn bringen für eine Zwergrasse erstaunliche 1.300 g auf die Waage und auch die Hühner sind mit 1,1 kg nicht gerade leicht. Trotzdem sind die Hühner der Rasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn eher etwas für Liebhaber, die gerne auch mal die schönen Tiere ausstellen wollen. Dafür sprechen auch die vielen Farbschläge, die ungewöhnlich genau definiert sind. Auch wenn die Tiere klein sind, sollte der Platzbedarf nicht unterschätzt werden.

Die Rasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn braucht einen Stall, der so groß ist, das alle Hühner auf dem Boden Platz haben und auch auf einer der Sitzstangen. Es sollte kein Gedränge herrschen. Wichtig ist der Auslauf, am besten mit einem Sandbad und Büschen, unter denen die die Tiere der Hühnerrasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn bei Bedarf verstecken können. Zum Schutz vor Greifvögeln sollte über dem Gehege ein Netz angebracht werden. Da den Hühnern der Sinn der Netze verborgen bleibt, brauchen diese trotzdem die Büsche zum Verstecken. So gehalten machen die zutraulichen Hühner Spaß.


Voliere Nr. 19:

Volierenbesatz:  Goldfasan von Bettina Cornberg

Eingebürgerte Populationen gibt es in Großbritannien.
Die Körperlänge des Hahns beträgt etwa 100 cm, davon entfallen etwa

77–..79 cm auf den Schwanz.

Gewicht zwischen 700 und 800 g.

Gehört zur Gattung der Kragen-fasane. Das Gelege besteht aus 5–12 creme-..weißen Eiern von etwa 45x33 mm. Es brütet nur die Henne
Die Brutdauer beträgt 22–23 Tage.
Ab 12–14 Tagen übernachten die Jungvögel mit der Henne auf Bäumen. 

Der Goldfasan ist eine Hühnervogelart aus der Familie der Fasanenartigen. Der Hahn dieser Art gehört mit seiner goldgelben Haube und dem ebenso gefärbten Bürzel, der intensiv roten Unterseite und den grün und blau schimmernden Partien an Rücken und Flügeln zu den farbenprächtigsten Fasanen. Die Henne ist überwiegend beigebraun und schwarz gebändert. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im mittleren China, wo der Goldfasan subtropische Bergdschungel bis in 2500 m Höhe bewohnt. Eingebürgerte Populationen gibt es in Großbritannien.


Voliere Nr. 20

Volierenbesatz:  Wellensittiche von Michael & Sylvia Schäfer

Der Wellensittich ist eine Vogelart, die zur Familie der Eigentlichen Papageien gehört. Es handelt sich um kleine Vögel mit einem schmalen, stark stufigen Schwanz. Die Geschlechter sind gleich gefärbt, Jungvögel ähneln den adulten Vögeln. Wellensittiche sind im Freiland die am häufigsten vorkommende Papageienart Australiens, die Häufigkeit ist aufgrund der uneinheitlichen klimatischen Bedingungen jedoch regional verschieden. Wegen der zunehmenden Weidewirtschaft, in deren Folge zahlreiche Viehtränken eingerichtet wurden, verbesserten sich ihre Überlebensmöglichkeiten in vielen der ariden Regionen Australiens. Dies hat teilweise zu einem deutlichen Anstieg der Individuenzahl geführt.

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet leben Wellensittiche in teils sehr großen Schwärmen. Sie fallen durch ihr Fluggeräusch sowie durch ihre trillernden Kontaktrufe auf. In klimatisch günstigen Regionen sind Wellensittiche Standvögel. In Trockenklimaten ziehen sie weiter, wenn die Wasserstellen austrocknen.

Wellensittiche werden in Europa seit 1840 als Ziervögel gehalten. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Vogel in großer Zahl gezüchtet, um die Nachfrage nach dieser Art zu befriedigen. Heute ist der Wellensittich die vermutlich am häufigsten gehaltene Papageienart weltweit. Es existieren zahlreiche in Größe, Farbe und Gefiedermerkmalen von der Wildform abweichende Zuchtformen.